Spiel, Spaß und Schweiß bei 40 Grad - Der SMV- Projekttag

Der 25. Juli 2019 stand am Bergstraßen-Gymnasium ganz im Zeichen von Spiel, Spaß und Spannung. Initiiert und organisiert wurde der Spiele- und Sport-Projekt-Tag von der SMV. In Rahmen von 17 sehr unterschiedlichen Projekten hatten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 11 die Gelegenheit, klassen- und jahrgangsübergreifend gemeinsam zu spielen, zu trainieren, sich zu duellieren und - bei Außentemperaturen von an die 40 °C - natürlich auch zu schwitzen. Lesen Sie mehr zu den einzelnen Projekten!

Ihre persönliche Leidenschaft für Kartenspiele inspirierte Frau Meyer dazu, einen gleichnamigen Workshop anzubieten. Im kleinen Musiksaal wurde in Kleingruppen intensiv gespielt: von Mau-Mau mit klassischem Kartendeck über neuere Kartenspiele wie Phase 10, Ligretto oder Bohnanza bis hin zu einem besondere Memoryspiel namens Redondo. Jedes der Spiele erforderte dabei andere Fähigkeiten. Neben Schnelligkeit und Verhandlungsgeschick waren strategisches Handeln, und eine gute Merkfähigkeit gefragt. Schachspielen, sondern vermittelte auch theoretische Grundlagen und Kniffe und Tricks zum erfolgreichen Bestreiten einer Partie.

Auf den Italien-Urlaub in den Sommerferien bereiteten Frau Kugler, Frau Janzer und Frau Bayer die Teilnehmerinnen ihres Italienisch-Kurses vor. Um ihren Schülerinnen Vokabeln rund um das Thema Urlaub und Strand möglichst anschaulich zu vermitteln, hatten die drei Lehrerinnen eine kleine Strandszene mit Liegestuhl, Sonnenschirm, Strandlaken etc. im Klassenraum aufgebaut. Für den passenden Urlaubsohrwurm sorgte Frau Bayer, die mit der Gruppe das Lied Bella Ciao einstudierte. Im Anschluss lernten die Schülerinnen alles, was es bedarf, um sich in bella Italiaein leckeres Eis zu bestellen. Schließlich konnten die neu erworbenen Italienischkenntnisse bei einem Besuch im Eiscafé Ciao gleich angewendet werden. Nicht ganz geklärt werden konnte, wie es dazu kam, dass der Besitzer des Café Ciao ausgerechnet an diesem Tag nur noch Italienisch und kein Deutsch mehr sprechen, geschweige denn verstehen konnte. ;-)Kreativität war im Theater-Workshop von Frau Weise gefragt. Nach einem Aufwärmtraining und einigen Hintergrundinformationen zum Thema Drehbuch hatten die Teilnehmer die Aufgabe, alte Märchen ins Hier und Jetzt zu transferieren und upzudaten. So kam es, dass in Rotkäppchenstatt dem bösen Wolf ein Dieb der bettlägerigen Großmutter einen Besuch abstattet. Auch Dornröschenwurden ordentlich gepimpt und modernisiert. Nach einer längeren Phase des freien Probens führten die verschiedenen Gruppen sich ihre Adaptionen gegenseitig vor.

Großer Beliebtheit erfreute sich auch der Salsa-Workshop von Frau Helmling, Frau Elling und Frau Kupffer. Neben zahlreichen Mädchen trauten sich sogar zwei Jungs aus der Jahrgangsstufe 10 das Tanzbein zu schwingen. Nach einer Einführung in Salsa-Rhythmen mit Herrn Ellwanger und der Möglichkeit, verschiedene Instrumente wie der Cajon oder der Rassel auszuprobieren, wurden unter professioneller Anleitung zunächst der Grundschritt und anschließend auch noch verschiedene Figuren einstudiert. Schließlich wurde alles zu einer Choreographie zusammengefügt und zu Hits wie Despacitoordentlich die Hüften geschwungen.

Nicht nur im Schulhaus sondern auch drumherum war einiges geboten. Im Geländespiele-Workshop von Frau Berger und Herrn Schmidt standen vor allem Sensi- und Kooperationsspiele auf dem Programm. Beim „Drei-Holzscheite“-Spiel ebenso wie beim Wikinger-Schach mussten die Teilnehmer ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen.Herr Faulhaber, Frau Kaiser und Frau Reichert schickten ihre Gruppe auf eine digitale Schnitzeljagd durch Hemsbach. Auf ihrem Weg mussten die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Actionbound-App verschiedenste Aufgaben (kreativ, historisch, mathematisch…) lösen, Informationen herausfinden etc.Nicht weniger gut zu Fuß unterwegs war der Wandertrupp von Herrn Hanisch und Frau Rifel, der in der nahen Umgebung eine 12 km-Wanderung unternahm. Der Weg führte die circa 20 Schülerinnen und Schüler vorbei am jüdischen Friedhof, dem Waldnerturm sowie der Wallfahrtsstätte Kreuzberg und war dank schattiger Wege keine ganz so schweißtreibende Angelegenheit, wie anfänglich befürchtet.Ihre Vor- und Rückhand trainierten alle Tennisbegeisterten im Training mit Frau Staiger, Herrn Weber und einer professionellen Jugendtrainerin auf dem Tennisplatz des TC65 Hemsbach e.V. Frau Staiger und Herr Weber hatten sich für diesen Workshop entschieden, da beide in ihrer Freizeit gerne Tennis spielen und sie den Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit geben wollten, einmal in diesen Sport hinein zu schnuppern. Auf drei Plätzen konnte entsprechend des jeweiligen Erfahrungsstandes geübt, trainiert und auch richtig gespielt werden.In unmittelbarer Nähe zum Tennisplatz, auf der Skateanlage Hemsbach, bot Herr Pfeiffer die Möglichkeit, bei outdoor activitieswie Streetsoccer, Streetball, Inline-Hockey, Skaten oder Skateboarden ins Schwitzen zu kommen. Nach anfänglicher Schüchternheit - oder doch eher Respekt? - vor der Halfpipe und den Rampen wurden am Ende bisweilen sogar einzelne Sprünge gewagt.Unerschrocken waren auch die Radfahrer, die sich gemeinsam mit Herrn Breitling, Herrn Soldan, Herrn Vogel, Herrn Heußer und Frau Roetz zunächst auf den Weg in Richtung Heidelberg begaben, um schließlich in einem gemeinsamen Kraftakt den 548 Meter hohen Weißen Stein auf ihren Zweirädern zu erklimmen.Ganz ohne Sportgeräte und Zubehör kam die Freeletics-Gruppe von Herrn Walter aus. Freeletics beschreibt ein Training, bei dem rein mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird. Ziel ist es, möglichst effektiv und nachhaltig zu trainieren. Um dies zu erreichen, spielt natürlich auch die Ernährung eine wesentliche Rolle. Nach intensivem Training auf der Alla Hopp-Anlage gab es deshalb noch eine kleine Theorieeinheit zum Thema Ernährung und als Erfrischung bei den heißen Temperaturen ein erfrischendes Stück Melone.Extra aus Heidelberg waren einige Spieler des Jugger-Teams HobbizHeidelbergauf Einladung von Frau Haas angereist; mit Jugger eine den meisten Schülerinnen und Schülern bis dato wohl noch unbekannte Sportart im Gepäck. Jugger ist eine Teamsportart, die wohl am besten als eine Mischung zwischen Fechten und Rugby beschrieben werden kann. Gespielt wird in zwei Teams à fünf Spielern, deren Ziel es ist, den Jugg (Ball) in das generische Mal (Tor) zu stecken. Dies darf jedoch einzig durch den im Team bestimmten Qwik (Läufer) geschehen, der von den anderen vier Spielern mit Hilfe verschiedener gut gepolsterter Sportgeräte, sogenannter Pompfen, auf seinem Weg zum gegnerischen Tor geschützt wird. Wer von den Gegner von einer Pompfe getroffen wird, muss sich hinknien und für ein paar Steine (Trommelschläge à 1,5 Sekunden, die das gesamte Spiel begleiten) aussetzen. Die vornehmlich aus der K1 und der Jahrgangsstufe 8 stammenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten trotz großer Hitze sichtlich Spaß dabei, den Umgang mit den verschiedenen Pompfen (Q-Tip, Lang- und Kurzpompfe, Schild und Kette) zu erlernen und sich anschließend in mehreren Matches zu duellieren.In den Genuss eines ganz besonderen Leckerbissens kamen - dank Herrn Rabe und Josias Horn aus der K1 - die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1, die auf dem Segelflugplatz in Heppenheim nicht nur mehr zum Thema Segelfliegen erfuhren sondern sich anschließend auch in die Lüften begaben, um von dort einen atemberaubenden Blick auf die Bergstraße, den Odenwald und natürlich ihre geliebte Schule zu genießen. Für die Unterstufe (Klassen 5-7) hatte die SMV das alljährliche Unterstufenturnier organisiert, bei dem die verschiedenen Klassen in den Sportarten Völkerball und Fußball gegeneinander antraten und im Turniermodus die jeweils beste Klasse ermittelten. Am Ende ging im Fußball die Klasse 6c als glücklicher Gewinner vom Platz. Umrahmt wurde das Turnier von viel Musik, lustigen Aktionen wie einem Bobbycar-Wettrennen und einer großen Ladung Eis zum Abschluss. Um die Mittagszeit endete für die meisten Schülerinnen und Schüler der Projekttag der SMV. Erschöpft und verschwitzt, aber auch mit vielen neuen Erfahrungen und neuer Erkenntnisse ging es nach Hause. Maren Pauldrach